Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung
Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (kurz: UG-ÖEL) ist ein Instrument des Katastrophenschutzes, welches vom Landkreis Amberg-Sulzbach getragen wird. Beheimatet in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Hahnbach stammt auch ein Großteil der Mannschaft aus den Reihen dieser Wehr. Allgemein setzt sie sich jedoch aus Feuerwehrdienstleistenden aus dem ganzen Landkreisgebiet zusammen. Die Mitglieder der UG-ÖEL unterstützen den ÖEL (Örtlichen Einsatzleiter) bei Großschadenslagen und Katastrophen bei seiner Arbeit und versuchen ihn zu entlasten.
Durch die Neuordnung des Katastrophenschutzes im Jahr 1996 ging aus der damaligen „technische Einsatzleitung (TEL)“ die Einheit der UG-ÖEL hervor. Maßgeblich an deren Bildung beteiligt waren der damalige Kreisbrandrat Franz Iberer, Werner Reichenauer und Josef Horst.
Inzwischen seit 01.01.2009 unter der Leitung von Kreisbrandmeister Peter Meßmann mit der Unterstützung von Christian Luber (Landratsamt amberg-Sulzbach), hat sich aus der Mannschaft ein homogen arbeitendes Team gebildet, deren Unterstützung von allen Seiten gerne in Anspruch genommen wird.
Aufgaben:
Die UG-ÖEL ist besonders im Katastrophenfall das Verbindungsglied zwischen dem Örtlichen Einsatzleiter, den Führungs-/Verbindungskräften und der Katastrophenschutzbehörde. Aber auch bei Großschadenslagen unterhalb der Katastrophenschwelle unterstützt sie (wenn erforderlich) den Einsatzleiter. Seit Anfang 2009 wird die UG-ÖEL von der Feuerwehreinsatzzentrale in Amberg automatisch bei den Alarmstufen 3, 6 und 7 mitalarmiert.
- Die UG-ÖEL unterstützt den „Örtlichen Einsatzleiter“ nach dessen Weisungen
- Einrichten der örtlichen Einsatzleitung und Kennzeichnen ihres Standortes
- Herstellen und Betreiben der Kommunikationsverbindungen (Telefon / Fax / Funk / Internet)
- Information der FüGK bzw. der KomFü über Standort und Kommunikationsverbindungen
- Unterstützung des örtlichen Einsatzleiter bei der Erkundung der Lage und Darstellen
- Unterstützung des örtlichen Einsatzleiter bei der Einsatzplanung
- Führen der Lagekarte
- Führen des Einsatztagebuches
- Unterstützung des örtlichen Einsatzleiter bei der Koordinierung und Überwachung aller im Katastrophengebiet eingesetzten örtlichen bzw. überörtlichen Kräfte
- Personalplanung und Koordination
- Einsatzplanung mit entsprechenden Beurteilungs- und Entscheidungshilfen
- Verwaltung von logistischen Aufgaben
- Vorbereitung von Presse- und Medienmaterial
- Unterstützung bei der Befehlsgebung, Kommunikation und Information
Mitglieder:
Die Mannschaft setzt sich aus freiwillig tätigen Feuerwehrleuten aus dem gesamten Landkreisgebiet zusammen. Ein Großteil der Mitglieder besitzt einschlägige Qualifikation (persönlich und auch beruflich) im EDV/Kommunikationsbereich. Eine starke Personenzahl ist nötig, um bei Großschadenslagen und länger andauernden Einsätzen genügend Personal vorhalten zu können. So hat sich das System in der Vergangenheit bereits mehrfach bewährt. Die Besatzung ist aufgeteilt in eine daueralarmierte und drei wechselalarmierten Gruppen um eben eine Einsatzfähigkeit auch über längere Zeiträume zu gewährleisten. Die Alarmierung bei den Alarmstufen 3,6 und 7 haben bereits positiv für das Arbeitsverhalten der Mannschaft ausgewirkt.

