Feierliche Segnung und Übergabe

Neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für die Feuerwehr Freihung

Ein Festtag für die ganze Gemeinde war die Segnung und offizielle Übergabe des neuen Prunkstücks der Freiwilligen Feuerwehr Freihung: Das „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20“, kurz HLF 20, erhielt von Pfarrer Bernhard Huber den kirchlichen Segen, bevor der Schlüssel an den Kommandanten übergeben wurde.
Vorangegangen war dem ein Festgottesdienst, bei dem die Fahnenabordnungen den Altarraum umrahmten. In der Predigt Hubers stand die Hilfe am Nächsten im Mittelpunkt. Sie werde von den nahezu 100 anwesenden Uniformträgern vorbildlich praktiziert bei Ihrer ehrenamtlichen Aufgabe für das gesamte Gemeinwohl. Angeführt von der Gebenbacher Blasmusik, deren Bläser auch den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatten, bewegte sich ein stattlicher Festzug mit den angetretenen Freihunger Feuerwehrleuten, Abordnungen der Gemeindefeuerwehren, der Patenwehr Kaltenbrunn, der Feuerwehr Grafenwöhr und einer Reihe von Ehrengästen zum Feuerwehrgerätehaus. Allen voran fuhr das neue Fahrzeug.
Kommandant Andreas Luber begrüßte die Anwesenden. Hier besonders Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Norbert Bücherl, die anwesenden Markträte, Herrn Bischöflich Geistlichen Rat Bernhard Huber, die Feuerwehrführungskräfte, sowie Herrn Fassold von der Firma Brunnbauer/Magirus.
In seiner Ansprache zur Fahrzeugweihe blickte der Kommandant auf die Arbeit der letzten drei Jahre zurück. Das Bislang genutzte Löschgruppenfahrzeug 8 aus dem Jahre 1985 entsprach nicht mehr modernen Anforderungen, insbesondere bei den Aspekten Sicherheit und Ausstattung, es ist technisch verbraucht und schon sehr reparaturanfällig. Man habe mit dem neuen HLF die bestmögliche Lösung gefunden, auch im Hinblick darauf, dass es sich inzwischen bei etwa dreiviertel aller Einsätze um technische Hilfeleitungen handelt. Luber stellte das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug vor und erklärte die technischen Daten. Das MAN TGM 13.290 Fahrzeug mit Magirus-AluFire3-Aufbau verfügt über einen 2000 Liter Wassertank, 200 Liter Schaumtank, 4 Atemschutzgeräten im Mannschaftsraum, Steck- und Schiebeleiter, Hebekissensystem, Lüfter, Rettungssäge, heckseitige Verkehrswarnanlage, einer Schlauchhaspel und einer Verkehrssicherungshaspel und vieles mehr. Jeder Zentimeter in sieben Geräteräumen ist ausgenutzt. Das gesamte Fahrzeug ist mit LED-Technik ausgerüstet inklusive dem Lichtmast mit acht Scheinwerfern. Sein Dank galt der Gemeinde und Gemeindeverwaltung für die große Investition in die Zukunft, der Feuerwehr Grafenwöhr für die gute Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Beschaffung, ebenso Herrn Fassold, dem Landkreis sowie dem Freistaat für die Zuschüsse und seinen Kameradinnen und Kameraden. Anschließend segnete Herr Bischöflich Geistlicher Rat Bernhard Huber das geschmückte Fahrzeug und dankte den Feuerwehrleuten für ihre Hilfsbereitschaft als Gebot der christlichen Nächstenliebe. Bürgermeister Norbert Bücherl verwies darauf, dass die Gemeinde stets bemüht sei für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die Feuerwehr ist in den letzten Jahrzehnten zu einer universellen Hilfs- und Rettungstruppe geworden. Hierzu gehört ein modernes technisches Equipment. Bevor der Bürgermeister symbolisch einen Schlüssel an den Kommandanten übergab, ging er auf die Punkt der Finanzen ein. Die Gesamtkosten betrugen 400 000 Euro, wobei nach Abzug der Förderungen von der Gemeinde noch rund 215 000 Euro aufzubringen waren. Er wünschte allzeit gute Fahrt, Glück bei den Einsätzen und eine gesunde Rückkehr. Auch Landrat Richard Reisinger machte in seiner kurzen Ansprache deutlich, wie wichtig eine Ausrüstung auf der Höhe der Zeit für die Feuerwehren ist und hob dieses vorbildliche Engagement besonders hervor. In seinem Grußwort gratulierte Kreisbrandrat Fredi Weiß, stellvertretend für alle anwesenden Führungskräfte, der Gemeinde zu dieser sinnvollen Anschaffung und betonte, dass es die ehrenamtliche Arbeit sehr erleichtert. „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ sind die Schlagworte, die das Aufgabenspektrum der Feuerwehr beschreiben. Die gewachsenen Anforderungen können nur mit technischem Fortschritt bewerkstelligt werden. Er zollte den Kameradinnen und Kameraden Respekt für den wichtigen Dienst und die ständige Einsatzbereitschaft. Auch Kommandant der Feuerwehr Kaltenbrunn, Alexander Kummer, überbrachte der Patenwehr Glückwünsche zum neuen Fahrzeug und überreichte ein Fass Bier. Herr Fassold von der Firma Brunnbauer/Magirus wünschte der Wehr mit dem neuen Fahrzeug ebenfalls alles Gute. Anschließend ging der Vormittag für alle Anwesenden in den geselligen Teil über. Es bestand noch den ganzen Tag über die Möglichkeit sich über die technischen Details des HLF20 ausgiebig zu informieren und sich einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr zu verschaffen.

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Kirchenzug zum Gottesdienst

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Kommandant Luber bei seiner Ansprache vor den zahlreichen Gästen

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Viele Glückwünsche wurden bei den Ansprachen überbracht